Die 9 Gewinnklassen bei Lotto 6aus49: Trefferanzahl, System und Wahrscheinlichkeit
Beim Lotto 6aus49 entscheiden neun Gewinnklassen darüber, ob und wie viel jemand gewinnt. Maßgeblich ist die Anzahl der richtigen Zahlen und – in fünf der neun Klassen – ob die Superzahl stimmt. Diese Seite erklärt den Aufbau aller neun Klassen, das Ausschüttungsprinzip und die jeweilige mathematische Gewinnwahrscheinlichkeit.
Die 9 Gewinnklassen im Überblick
| Klasse | Treffervoraussetzung | Wahrscheinlichkeit (ca.) |
|---|---|---|
| 1 (Jackpot) | 6 Richtige + Superzahl | 1 : 139.838.160 |
| 2 | 6 Richtige (falsche Superzahl) | 1 : 15.537.573 |
| 3 | 5 Richtige + Superzahl | 1 : 542.008 |
| 4 | 5 Richtige (falsche Superzahl) | 1 : 60.223 |
| 5 | 4 Richtige + Superzahl | 1 : 10.324 |
| 6 | 4 Richtige (falsche Superzahl) | 1 : 1.147 |
| 7 | 3 Richtige + Superzahl | 1 : 566 |
| 8 | 3 Richtige (falsche Superzahl) | 1 : 63 |
| 9 | 2 Richtige + Superzahl | 1 : 76 |
Wahrscheinlichkeiten mathematisch berechnet via Kombinationsformel. Keine Schätzwerte.
Die vollständige Herleitung aller Wahrscheinlichkeiten findet sich auf der Seite Gewinnwahrscheinlichkeit 6aus49.
Die Rolle der Superzahl
Auffällig ist das Muster: Je zwei aufeinanderfolgende Klassen bilden immer ein Paar, das sich nur durch die Superzahl unterscheidet (Klassen 1/2, 3/4, 5/6, 7/8). Klasse 9 hat kein Pendant ohne Superzahl, weil zwei Richtige alleine nicht ausreichen – die Superzahl ist hier die Mindestanforderung.
Die Superzahl kann nicht selbst gewählt werden: Sie ergibt sich aus der letzten Stelle der Spielscheinnummer. Da es 10 mögliche Superzahlen (0–9) gibt, hat die Superzahl bei jeder Ziehung eine Trefferwahrscheinlichkeit von genau 1/10. Das erklärt, warum Klassen mit Superzahl etwa zehnmal seltener sind als ihre Entsprechung ohne Superzahl.
Wie werden Gewinne berechnet? Das pari-mutuelle System
Lotto 6aus49 verwendet ein pari-mutuelles Ausschüttungssystem: Es gibt keine festen Gewinnauszahlungen (außer bei einigen unteren Klassen mit garantierten Mindestbeträgen). Stattdessen wird ein Teil der Spieleinsätze jeder Ziehung als Gesamtpreispool definiert. Dieser Pool wird dann prozentual auf die Gewinnklassen aufgeteilt.
Das bedeutet: Die Auszahlungshöhe pro Gewinner hängt immer davon ab, wie viele Gewinner es in dieser Klasse gibt. Bei vielen Gewinnern in Klasse 6 fällt der individuelle Betrag kleiner aus; bei wenigen Gewinnern größer. Für die oberen Klassen (1–4) können diese Beträge sehr stark schwanken.
Aktuelle Gewinnquoten je Ziehung werden von der zuständigen Lotteriegesellschaft veröffentlicht. Diese Website zeigt keine Live-Quoten.
Jackpot-Rollover und Jackpot-Grenzen
Wird Gewinnklasse 1 in einer Ziehung nicht getroffen, geht der Anteil für diese Klasse nicht verloren – er wird in die nächste Ziehung übertragen (Rollover). Das erklärt, warum der Jackpot über Wochen wachsen kann, wenn er nicht gewonnen wird.
Es gibt gesetzlich geregelte Höchstgrenzen. Wird die Grenze überschritten, ohne dass ein Gewinner Klasse 1 trifft, wird der überschüssige Betrag je nach Regelung nach unten durchgereicht.
Die häufigsten Gewinnklassen
Statistisch am häufigsten getroffen wird Klasse 8 (3 Richtige, ca. 1 zu 63). Das bedeutet: Bei rund jedem 63. Tipp trifft man im Schnitt drei Zahlen. Klasse 9 (2 Richtige + Superzahl, ca. 1 zu 76) ist dabei etwas seltener als Klasse 8, weil die Superzahl zusätzlich passen muss.
Häufig gestellte Fragen
- Wie viele Gewinnklassen gibt es beim Lotto 6aus49?
- Beim Lotto 6aus49 gibt es neun Gewinnklassen. Die niedrigste (Klasse 9) erfordert zwei Richtige plus die korrekte Superzahl. Die höchste (Klasse 1, Jackpot) erfordert sechs Richtige plus die korrekte Superzahl.
- Muss man die Superzahl immer treffen, um zu gewinnen?
- Nein. Die Superzahl ist nur für die Klassen 1, 3, 5, 7 und 9 relevant. In den Klassen 2, 4, 6 und 8 ist ausdrücklich eine falsche Superzahl Voraussetzung – denn sonst würde man in die nächsthöhere Klasse fallen.
- Wie werden Lottogewinne berechnet?
- Das Lotto-Ausschüttungssystem ist pari-mutuel: Ein bestimmter Prozentsatz der Spieleinsätze wird als Preispool definiert. Dieser Pool wird auf die Gewinnklassen aufgeteilt – nicht als feste Beträge, sondern als prozentuale Anteile. Je mehr Gewinner eine Klasse hat, desto kleiner der individuelle Gewinn.
- Gibt es feste Gewinnauszahlungen beim Lotto?
- Nur die unteren Klassen (7, 8, 9) haben in der Regel feste oder garantierte Mindestbeträge. Die oberen Klassen (1–6) sind vom Jackpot-Pool abhängig und variieren stark von Ziehung zu Ziehung. Konkrete Beträge können auf der Website der zuständigen Lotteriegesellschaft eingesehen werden.
- Was passiert, wenn niemand die Gewinnklasse 1 trifft?
- Wird Klasse 1 nicht getroffen, wird der dafür vorgesehene Preispool in die nächste Ziehung übertragen. Dieser Vorgang heißt Jackpot-Rollover. Nach mehreren Rollovers kann der Jackpot auf sehr hohe Beträge anwachsen.
- Kann der Jackpot unbegrenzt wachsen?
- Es gibt gesetzlich festgelegte Höchstgrenzen für den Jackpot. Wird die Obergrenze erreicht und erneut kein Gewinner ermittelt, wird der überschüssige Betrag je nach Regelung in die nächste Klasse ausgeschüttet oder nach unten weitergegeben.
- Wie wahrscheinlich ist es, überhaupt etwas zu gewinnen?
- Die Gesamtwahrscheinlichkeit, in irgendeiner Klasse zu gewinnen, liegt bei etwa 1 zu 33 (wenn man alle neun Klassen zusammenzählt). Das bedeutet: Statistisch gewinnt man mit jedem 33. Tipp etwas – aber sehr oft handelt es sich um die kleinste Klasse mit einem geringen Auszahlungsbetrag.
- Zählt die Reihenfolge der gezogenen Zahlen beim Lotto?
- Nein. Es zählt ausschließlich, welche Zahlen gezogen wurden – nicht in welcher Reihenfolge. Deshalb spricht man von Kombination, nicht von Permutation. Das ist auch der Grund, warum die Formel C(49,6) und nicht 49^6 verwendet wird.