Lotto Gewinnwahrscheinlichkeit bei 6aus49: Die genauen Chancen mit Formel

Die Gewinnwahrscheinlichkeit beim Lotto 6aus49 lässt sich mathematisch exakt berechnen – und das Ergebnis ist ernüchternd: Der Jackpot trifft statistisch einmal in rund 140 Millionen Versuchen ein. Diese Seite erklärt die zugrunde liegende Kombinationsformel und listet die genauen Chancen für alle neun Gewinnklassen auf.

Die Grundformel: Kombinatorik

Beim Lotto werden 6 Zahlen aus einem Pool von 49 gezogen, ohne Wiederholung und ohne Berücksichtigung der Reihenfolge. Die Anzahl aller möglichen Kombinationen berechnet sich mit dem Binomialkoeffizienten:

$$C(49,6) = \frac{49!}{6! \times 43!} = \frac{49 \times 48 \times 47 \times 46 \times 45 \times 44}{6 \times 5 \times 4 \times 3 \times 2 \times 1} = 13.983.816$$

Es gibt also genau 13.983.816 verschiedene Möglichkeiten, 6 Zahlen aus 49 zu wählen.

Hinzu kommt die Superzahl: eine Ziffer von 0 bis 9 (10 mögliche Werte). Damit ergibt sich die Gesamtzahl eindeutiger Spielkombinationen:

13.983.816 × 10 = 139.838.160

Quelle: Kombinatorik (exakt berechenbar, keine Schätzung)

Wahrscheinlichkeiten aller 9 Gewinnklassen

Die folgende Tabelle zeigt die mathematisch berechneten Gewinnwahrscheinlichkeiten für alle neun Klassen. Alle Werte sind exakt abgeleitet – nicht gerundet oder geschätzt.

KlasseTrefferWahrscheinlichkeit (gerundet)Exakt (von 139.838.160)
16 Richtige + Superzahl1 : 139.838.1601
26 Richtige1 : 15.537.5739
35 Richtige + Superzahl1 : 542.008258
45 Richtige1 : 60.2232.322
54 Richtige + Superzahl1 : 10.32413.545
64 Richtige1 : 1.147121.905
73 Richtige + Superzahl1 : 566246.820
83 Richtige1 : 632.221.380
92 Richtige + Superzahl1 : 761.851.150

Alle Werte mathematisch exakt berechnet via Kombinationsformel. Keine historischen Häufigkeiten.

Rechenweg am Beispiel: Klasse 6 (4 Richtige)

Als Beispiel für den Rechenweg: Klasse 6 erfordert genau 4 der 6 richtigen Zahlen plus eine falsche Superzahl.

  1. Anzahl Wege, 4 von 6 richtigen Zahlen zu treffen: C(6,4) = 15
  2. Anzahl Wege, die restlichen 2 aus den 43 falschen Zahlen zu ziehen: C(43,2) = 903
  3. Falsche Superzahlen: 9 (alle außer der richtigen)
  4. Günstige Fälle: 15 × 903 × 9 = 121.905
  5. Wahrscheinlichkeit: 121.905 / 139.838.160 ≈ 1 zu 1.147

Dasselbe Verfahren gilt für alle anderen Klassen. Die Superzahl verdoppelt dabei das Verhältnis, da man bei jeder Klasse unterscheidet, ob die Superzahl getroffen wurde (×1) oder nicht (×9).

Was diese Zahlen bedeuten

Die häufigste Gewinnklasse ist Klasse 8 (3 Richtige): statistisch trifft sie etwa jede 63. gespielte Kombination. Das klingt nicht schlecht – aber die Gewinnauszahlung in dieser Klasse ist gering.

Die Jackpot-Wahrscheinlichkeit von 1 zu 139.838.160 bedeutet konkret: Wenn man jede Woche zweimal einen Tipp abgibt, entspricht das 104 Tipps pro Jahr. Um statistisch einmal den Jackpot zu erwarten, müsste man über 1,3 Millionen Jahre spielen.

Das ist kein Argument gegen das Spielen – aber ein klares Argument gegen die Vorstellung, durch Systeme, Strategien oder Zahlenanalyse die Chancen zu verbessern. Die Wahrscheinlichkeit pro Kombination ist unveränderlich.

Mehr Scheine = mehr Chancen?

Technisch ja: Wer statt einem Tipp zehn spielt, hat zehn von 139.838.160 Kombinationen abgedeckt und damit eine zehnmal höhere absolute Chance. Aber auch zehnmal höhere Kosten. Die Rendite pro eingesetztem Euro ändert sich dadurch nicht.

Spielsysteme – also Systemscheine, die mehrere Kombinationen auf einmal abdecken – folgen demselben Prinzip. Sie erhöhen den Einsatz proportional zur Anzahl der gespielten Kombinationen. Details dazu in unserem Artikel über Spielsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist die Chance, beim Lotto 6aus49 den Jackpot zu gewinnen?
Die Wahrscheinlichkeit für Gewinnklasse 1 (6 Richtige + Superzahl) beträgt genau 1 zu 139.838.160. Das entspricht einer Chance von etwa 0,00000000715 oder 7,15 × 10⁻⁹. Diese Zahl ergibt sich aus C(49,6) × 10, also der Anzahl möglicher Zahlenkombinationen multipliziert mit den 10 möglichen Superzahlen.
Was ist C(49,6) und wie wird es berechnet?
C(49,6) ist der Binomialkoeffizient und bezeichnet die Anzahl der Möglichkeiten, 6 Zahlen aus 49 auszuwählen, ohne dass die Reihenfolge eine Rolle spielt. Die Formel lautet: C(49,6) = 49! / (6! × 43!) = 13.983.816. Das bedeutet: Es gibt fast 14 Millionen verschiedene mögliche Sechser-Kombinationen.
Wie wahrscheinlich ist es, 6 Richtige zu haben (ohne Superzahl)?
Die Wahrscheinlichkeit für Gewinnklasse 2 (6 Richtige, falsche Superzahl) beträgt 9 zu 139.838.160, also 1 zu 15.537.573. Da es 9 falsche Superzahlen gibt (jede Ziffer von 0–9 außer der richtigen), sind 9 von 139.838.160 Kombinationen Sechser ohne Superzahl.
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für 5 Richtige?
Für Gewinnklasse 4 (5 Richtige ohne Superzahl) liegt die Wahrscheinlichkeit bei etwa 1 zu 60.223. Berechnung: C(6,5) × C(43,1) × 9 / 139.838.160 = 6 × 43 × 9 / 139.838.160 = 2.322 / 139.838.160.
Was ist die häufigste Gewinnklasse beim Lotto?
Die häufigste Gewinnklasse ist Klasse 8 (3 Richtige ohne Superzahl) mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa 1 zu 63. Das bedeutet: Bei jedem 63. gespielten Tipp trifft man im Durchschnitt genau 3 Zahlen. Kleiner Trost: Das ist häufiger als nichts – aber der Gewinn ist minimal.
Verbessert ein Systemschein die Gewinnwahrscheinlichkeit?
Ein Systemschein erhöht die Anzahl gespielter Kombinationen – und damit auch die absolute Wahrscheinlichkeit, irgendetwas zu gewinnen. Aber die Wahrscheinlichkeit pro eingesetztem Euro bleibt identisch. Es gibt keine Möglichkeit, die Chancen pro Kombination durch eine Spielstrategie zu erhöhen. Mehr dazu unter Spielsysteme erklärt.
Wie viele Kombinationen müsste man spielen, um den Jackpot zu garantieren?
Um alle möglichen Kombinationen abzudecken und den Jackpot sicher zu gewinnen, müsste man alle 139.838.160 Kombinationen spielen (wenn man die Superzahl einbezieht). Das wäre bei einem Tippschein pro Kombination rechnerisch sehr teuer – und berücksichtigt nicht, dass man den Gewinn möglicherweise teilen müsste.
Verändert sich die Gewinnwahrscheinlichkeit je nach gespielter Zahl?
Nein. Jede Kombination von 6 Zahlen aus 49 hat exakt dieselbe Wahrscheinlichkeit gezogen zu werden: 1 zu 13.983.816. Es gibt keine 'besseren' oder 'schlechteren' Zahlen. Das gilt auch für beliebte Kombinationen wie Geburtstage oder Glückszahlen.
Wie wird die Wahrscheinlichkeit für 4 Richtige berechnet?
Für Gewinnklasse 6 (4 Richtige ohne Superzahl): Man wählt 4 aus den 6 richtigen Zahlen (C(6,4) = 15 Wege) und 2 aus den 43 falschen Zahlen (C(43,2) = 903 Wege), multipliziert mit 9 falschen Superzahlen. Ergebnis: 15 × 903 × 9 = 121.905 von 139.838.160, also etwa 1 zu 1.147.
Was bedeutet 1 zu 14 Millionen im Alltag?
Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden, liegt statistisch bei etwa 1 zu 700.000 pro Jahr – und gilt als extrem unwahrscheinlich. Die Jackpot-Chance beim Lotto ist rund 20-mal geringer. Ein plastischer Vergleich: Wenn man täglich einen Tipp abgibt, müsste man rechnerisch über 38.000 Jahre spielen, um einmal statistisch mit dem Jackpot zu rechnen.
Ist der Eurojackpot schwerer zu gewinnen als Lotto 6aus49?
Der Jackpot beim Eurojackpot hat dieselbe Grundwahrscheinlichkeit wie der 6aus49-Jackpot mit Superzahl: 1 zu 139.838.160. Allerdings unterscheidet sich die Verteilung der Gewinnklassen. Welches Spiel 'leichter' ist, hängt davon ab, welche Klassen man vergleicht. Details dazu auf der Seite Eurojackpot Gewinnwahrscheinlichkeit.